Jahresrückblick 2025: Und die Achterbahn fährt immer weiter

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Schlossanschicht Marburg vom Ortenberg aus - Heiko Metz

2025 war kein Jahr des Ankommens.
Es war ein Jahr des Weiterfahrens. Schneller, kurviger, unübersichtlicher, als mir lieb war – manchmal auch über Kopf. Ich hatte gehofft, dass es nach 2024 etwas ruhiger würde. Überschaubarer. Boden unter den Füßen. Stattdessen: Die Achterbahn blieb in Bewegung. Keine Chance zum Aussteigen. Kaum Pausen. Kaum Zeit, das Erlebte wirklich zu sortieren. Dafür viele Herausforderungen … mal wieder.

Vieles von dem, was ich mir in den Burnout-Recovery-Jahren davor mühsam erarbeitet hatte, wurde 2025 noch einmal geprüft. Durchgerüttelt und in die Kurven geworfen. Neue Anforderungen. Alte Grenzen, die sich schneller meldeten, als geplant. Ein Alltag, der oft mehr verlangte, als ich geben konnte. Und Entscheidungen, die sich nicht vertagen ließen. Ich habe gelernt: Heilung macht das Leben nicht sanft. Sie verändert nur, wie man (mit-)fährt.

Und doch war dieses Jahr nicht nur Getriebensein. Zwischen Schleifen und Abfahrten lagen kleine Haltepunkte. Augenblicke, in denen ich merkte: Ich falle nicht mehr so tief wie früher. Ich kenne meine Haltegriffe besser. Ich weiß eher, wann ich langsamer werden muss. Und wann ich mich tragen lassen darf. Nicht alles war gut. Aber manches war ehrlicher. Klarer. Reifer.
Nicht auszusteigen. Und dennoch nicht allein zu fahren.

2024 war das Jahr des Heilens und der vorsichtigen Rückkehr.
2025 war das Jahr, in dem sich zeigte, ob das Gelernte trägt. Im echten Leben. Unter Belastung. Im Alltag. Die Achterbahn fährt weiter. Aber ich sitze anders darin als früher. Wacher. Verwundbarer. Und mit einem leisen Vertrauen, dass auch diese Fahrt mich nicht umsonst formt.

Ob mein Jahresmotto „dankbare Gelassenheit“ bei all dem getragen hat? Also … lies am besten selbst 😉

Diese Themen haben mein 2025 geprägt:

Worte, die tragen

In diesem Jahr durfte ich vieles öffentlich teilen. Es ist mir ein Anliegen, meine Erfahrungen, gerade aus dem Leben mit/nach Burnout und einem behinderten Kind, nicht für mich zu behalten.

Denn ich habe gemerkt: Es gibt viele, die im Verborgenen ähnlich ringen, sich nicht gesehen fühlen – und die aufatmen, wenn jemand offen spricht.

2025 hatte ich dafür mehrfach die Gelegenheit: auf meinem Blog, im Radio, in Artikeln. Und jedes Mal wurde deutlich, wie sehr solche Worte andere ermutigen. Es geht nicht darum, fertige Antworten zu liefern, sondern darum, dass Menschen sich verstanden fühlen, einen Ausdruck für das Eigene finden, ein Stück begleitet werden.

Mein Blog war ein Ankerpunkt dafür – mit einem besonders oft gelesenen Artikel: „Was ist heilsamer Glaube – und warum brauchen wir ihn heute mehr denn je?“.

Was wäre deine Antwort auf diese Frage?

… das ist zumindest ein Teil meiner Antwort.
Radiointerview im ERF - Heiko Metz

Ich war zweimal im Radio beim ERF und durfte über meinen Weg aus dem Burnout sprechen, darüber, wie Stille und geistliche Erfahrungen mir geholfen haben.

Nee, wat war ich uffgerescht vorher. Aber dann waren es einfach zwei tolle, tiefgehende Gespräche. Und am Ende lief das Ganze im Radio. Abgefahren. Und ganz schön wunderbar.

Hör doch mal rein:

Und ich konnte eine Artikelreihe für Jugendleiter auf MRJ schreiben. Darin geht es um gesunde Leiterschaft: wie man Verantwortung trägt, ohne sich selbst zu verlieren. Wie man für andere da sein kann, ohne dauerhaft über die eigenen Signale hinwegzugehen. Und wie man in all dem nicht hart wird, sondern menschlich bleibt.

Eine Serie im MINDO-Magazin durfte ich ebenfalls starten. Es geht um kleine Ruheinseln im Alltag. Um Mikromomente, die nichts Großes brauchen: ein Atemzug am Küchenfenster. Ein Satz, der mich zurückholt. Ein kurzer Weg ohne Ziel. Ein Ritual, das mich erinnert, dass ich mehr bin als meine To-do-Liste. Die Artikel sind keine „Tipps“, eher Einladungen. Nicht zum Optimieren. Sondern zum Ankommen. Immer wieder. Mitten im ganz normalen Leben. Ein paar weitere Texte in dieser Reihe erscheinen auch noch 2026.

Sabine Müller (Mindo-Magazin) schreibt dazu:

Im Sturm des Alltags wächst bei vielen die Sehnsucht nach Stille. Zeit für „Ruheinseln“, findet Heiko Metz, und hat sich auf die Suche gemacht. Wo er sie gefunden hat und wie man einüben kann, sie selbst in stressigen Zeiten anzusteuern, erläutert der Theologe und Autor in einer neuen Serie auf MINDO.

Und dann war da 2025 auch mein Adventsbuch: Warten. Staunen. Bleiben.
So ein richtiges Buch in einem echten Verlag. Irre.
Verbunden mit dem Wunsch, dass es ein Begleiter wird. Für echte Tage. Für volle Kalender. Für müde Herzen. Für die stressige Adventszeit. Und dann ist etwas passiert, das mich wirklich bewegt hat: Menschen sind mitgegangen. Hunderte. Tag für Tag. Durch den Advent.

Es kamen Nachrichten. Kleine Sätze. Leise Rückmeldungen. Und ich habe fast ungläubig merken dürfen: Da ist etwas angekommen. Nicht, weil die Texte besonders klug wären. Sondern weil sie einen Raum geöffnet haben. Für Stille mitten im Lärm. Für einen Atemzug. Für einen Moment Heimat. Und immer wieder für diese Entdeckung: Gott ist nicht nur im Idealzustand da. Nicht erst, wenn es ruhig ist. Er versteckt sich im Alltag. Auch im stressigen. Gerade dort.
Dass ich so viele Menschen durch diese Wochen begleiten durfte, ist für mich eines der Highlights dieses Jahres. Und ich bin tief dankbar dafür.

All das zusammen war für mich nicht nur Arbeit, sondern ein Geschenk: die Möglichkeit, anderen etwas von dem weiterzugeben, was mich selbst getragen hat. Und ihnen zu zeigen: Du bist nicht allein. Auch für deine Achterbahnfahrt gibt es Haltegriffe – und allein fahren musst du auch nicht.

Nach dem Burnout ist nicht wie vor dem Burnout

Nach dem Burnout war nichts mehr wie zuvor. Das Leben hat sich nicht einfach in die alte Form zurückgebogen. Und wenn ich ehrlich bin: Es wird auch nicht mehr so werden wie früher. Das hat mich verändert. Und zugleich ist da 2025 etwas, wofür ich so dankbar bin, dass mir manchmal die Worte fehlen.

Ich bin nicht allein durch diese Zeit gegangen. Da waren Therapeutinnen und Ärzte, die mich ernst genommen haben. Da war meine Familie, die mich getragen hat. Da war mein Arbeitgeber, der mir Zeit gegeben hat. Da waren Menschen, die für mich gebetet haben. Und da war Gott. Nicht als schnelle Lösung. Aber als Gegenwart, die ich irgendwie erleben durfte. Ohne diese Haltegriffe wäre 2025 kein Jahr geworden, in dem ich wieder einigermaßen normal am Leben teilnehmen konnte. 2023 und 2024 war das kaum denkbar. Und dass ich heute sagen kann: Ich bin wieder da, ich kann wieder mitmachen, ich kann wieder arbeiten, ich kann wieder leben – das ist für mich nicht selbstverständlich. Es ist Geschenk.

Rein von der Leistungsfähigkeit her hat sich 2025 wirklich viel getan. Während des Burnouts hätte ich nicht geglaubt, dass ich jemals wieder so konzentriert sein kann wie früher. Ich konnte damals nicht mal die einfachsten kognitiven Übungen machen, die man mir gegeben hat. Ich war verzweifelt. Und heute? Heute kann ich wieder lesen, Texte verstehen, mich fokussieren. Ich konnte nach der Wiedereingliederung Ende 2024 wieder Vollzeit arbeiten. Und ich bin ehrlich gesagt jedes Mal ein bisschen fassungslos, dass das wieder geht. Dass mein Kopf wieder mitmacht. Dass mein Denken wieder trägt. Das fühlt sich nicht nur gut an. Das fühlt sich richtig an. Und ich bin sehr dankbar dafür.

Und gleichzeitig merke ich: Es gibt Bereiche, da ist etwas anders geblieben. Meine Kraft ist nicht mehr einfach „unendlich“. Ich komme schneller an Grenzen. Manche Dinge liegen wieder ziemlich nah an dem, was früher möglich war – andere gar nicht. Vor allem wuselige soziale Situationen fordern mich stärker als früher: viele Stimmen, viel Durcheinander, Lärm, viele Reize auf einmal. Das stresst mich schneller, als ich es von mir kenne. Und das finde ich ehrlich gesagt auch traurig, weil ich früher immer sehr gerne mitten unter Menschen war. Viel. Laut. Lebendig. Und jetzt muss ich lernen, dass mein Nervensystem an manchen Stellen schneller „Stopp“ sagt.

Meine Therapeutin hat mir dazu einen Satz mitgegeben, der mir bis heute hilft. Sie meinte:

Vielleicht bist du gar nicht grundsätzlich weniger leistungsfähig. Vielleicht hast du einfach einen viel besseren Zugang zu dir. Und merkst früher, wann es reicht. Und genau das ist gut. Das ist nicht Schwäche. Das ist Schutz. Das ist ein Geschenk.

Und auch wenn es leichter gesagt ist, als gelebt – diese Perspektive rettet mich oft. Gerade in den Momenten, in denen ich mich ärgere, dass etwas nicht so geht wie früher. Dann taucht dieser Satz wieder auf. Und er hält mich ein bisschen sanfter in mir selbst.

Was mich außerdem überrascht hat: Ich nehme Menschen heute anders wahr. Ich bin gnädiger geworden. Nicht, dass ich früher nur auf Leistung geschaut hätte – das glaube ich wirklich nicht. Und trotzdem ist da etwas weicher geworden in mir. Herzlicher. Weil ich in dieser Burnout-Zeit so viele Menschen kennengelernt habe, die wahnsinnig viel mit sich herumtragen. Geschichten, die man ihnen nicht ansieht. Wunden, die sie nicht erzählen. Kämpfe, die im Verborgenen stattfinden. Und ich spüre heute stärker: Du weißt nie, was hinter dem Gesicht eines Menschen los ist. Du weißt nicht, was er gerade überlebt. Oder wie knapp er eigentlich unterwegs ist.

Ich wünsche mir, dass wir als Gemeinschaft genau das lernen: freundlicher zu werden. Langsamer im Urteil. Liebevoller. Nicht ständig zu messen, nicht sofort zu bewerten, nicht so schnell zu verurteilen. Weil so viele Menschen ein Päckchen tragen. Weil wir es alle brauchen. Und weil wir es alle verdient haben, menschlich behandelt zu werden. So, wie Gott es sich denkt. Warm. Echt. Mit Würde.

Wenn ich heute ein Fazit ziehe, dann ist es das: Nach dem Burnout ist nicht mehr wie vorher. Und es wird es auch nicht mehr. Es hat mich verändert. Vielleicht bin ich an manchen Stellen wirklich weniger belastbar, weil nicht alles zurückkommt, was mal da war. Ganz sicher bin ich aber an vielen Stellen viel mehr bei mir. Ich kann besser wahrnehmen, was ich brauche. Ich spüre früher, wann etwas zu viel wird. Ich kann eher Grenzen setzen. Und ich merke gleichzeitig: Da ist noch Lernweg. Da ist noch Übung. Da geht es 2026 weiter.

Ich bin dankbarer geworden. Gelassener – zumindest öfter als früher. Nicht immer sichtbar. Nicht immer konsequent. Und ganz sicher nicht in jedem Moment. Aber insgesamt ist da mehr Bewusstsein dafür, wie wenig selbstverständlich mein Leben ist. Und sogar meine Fähigkeiten. Dinge, die ich früher einfach als „das bin halt ich“ betrachtet habe, sind nicht selbstverständlich. Sie können weg sein. Einfach so. Und das verändert den Blick.

Und vielleicht ist genau darin auch ein leises Geschenk verborgen: Ich kann Menschen heute anders begleiten. Weil ich es kenne. Weil ich es nicht nur verstanden, sondern erlebt habe. Überforderung. Erschöpfung. Die Frage: Wer bin ich jetzt eigentlich? Die Suche nach Ruhe inmitten der Realität. Und ich merke, dass Menschen daran andocken. Dass sie relaten können. Dass sie aufatmen, wenn jemand nicht nur kluge Sätze hat, sondern wirklich weiß, wie es ist.

Das möchte ich weiter nutzen. Weiter ausbauen. Ich möchte jemand sein, der für andere da ist, wenn sie in Kurvenzeiten stecken. In Überforderung. In Stress. In diesem ganz normalen, zu vollen Leben. Nicht, weil ich fertig wäre. Sondern weil ich weiß, wie gut es tut, nicht allein zu fahren.

Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

Ich glaube, ich kann das so sagen:

Dass ich dieses Jahr durchgehalten habe, ist ein ganzes Feuerwerk wert.
  • 2025 war wieder ein Jahr mit „normalem Leben“. Mit all seinen Anforderungen. Mit Terminen. Mit Chaos. Mit Familienlogistik. Mit Verantwortung. Mit diesem ganz eigenen Grundrauschen, das nie ganz leise wird. Und ich bin da geblieben. Ich bin nicht wieder in die Erschöpfung gefallen. Ich habe nicht wieder komplett den Boden verloren. Ich habe mich nicht wieder „wegverloren“. Das ist für manche vielleicht unspektakulär. Für mich ist es riesig.
  • Ich habe außerdem etwas geschafft, das mich zwischendurch selbst überrascht hat: Ich habe meine Journalismusausbildung abgeschlossen. In einer echten Aufholjagd. Vieles war in der Burnout-Zeit liegen geblieben – und plötzlich musste es innerhalb weniger Monate „durch“. Das war streckenweise hart. Und ja: Die letzten Ergebnisse stehen noch aus. Aber wenn ich meine Abschlussarbeit bestanden habe, dann ist das Ding wirklich durch. Und allein das zu schreiben, macht mich ein bisschen stolz. Und ziemlich müde. (Aber auf eine gute Art.)
  • Und dann: Ich habe ein Buch veröffentlicht. So ein richtiges. In einem echten Verlag. Ich kann das immer noch nicht ganz glauben. Es fühlt sich nach wie vor so an, als würde ich über jemand anderen sprechen. Und gleichzeitig ist es so sehr meins: diese Worte, diese Spur, diese Einladung, mitten im Alltag Heimat zu finden.
  • Auch als Familie haben wir einiges gewuppt. Wir haben den Schulumstieg von Grundschule auf weiterführende Schule für Sohn 01 gemeistert. Wer sowas schon mal begleitet hat, weiß: Das ist nicht nur ein Formular-Thema. Das ist Nervensystem. Hoffen. Entscheiden. Aushalten. Und dann durchgehen, Schritt für Schritt.
  • Und dann gab es noch diese kleinen Entscheidungen, bei denen ich merke: Da bin ich wieder mehr ich. Zum Beispiel: Ich habe Disney+ gekündigt, als sie sich dem Trump-Druck beugen und Jimmy Kimmel rauswerfen wollten. Und ja – das ist wirklich schmerzhaft, wenn man alle Star-Wars-Serien liebt. Aber ich wollte an der Stelle nicht mitgehen. Kleine Handlung. Klarer Punkt.
  • Ich war 2025 auch viel sichtbarer als in den letzten Jahren. Ich habe meine Themen wirklich „unters Volk“ gebracht. Ich habe gesprochen, geschrieben, geteilt. Nicht, weil ich so gerne im Rampenlicht stehe – sondern weil ich gemerkt habe: Es darf raus. Es soll raus. Es hilft.
  • Und ich bin mein Motto „dankbare Gelassenheit“ wirklich angegangen. Nicht perfekt. Nicht immer. Aber aufs Ganze gesehen hat es funktioniert. Und es hat mich verändert. Ein bisschen weicher. Ein bisschen ruhiger. Ein bisschen freier.

Meine besten Entscheidungen 2025

Manche Entscheidungen fühlen sich im Moment klein an. Und im Rückblick merkt man: Das war ein Wendepunkt.

  • Eine der besten Entscheidungen 2025 war, für 2026 eine Familien-Reha zu beantragen. Und dass sie bewilligt wurde, ist ehrlich gesagt ein kleines Wunder. Halleluja, wirklich. Es ist nicht nur ein Termin im Kalender. Es ist Hoffnung. Es ist Entlastung. Es ist ein Signal: Wir dürfen Hilfe annehmen. Wir müssen nicht alles alleine stemmen.
  • Eine zweite richtig gute Entscheidung war, beim Familienurlaub nicht weit weg zu wollen. Sondern in der Nähe zu bleiben. Das klingt banal, war aber extrem klug. Fahrtzeiten sind mit unseren Söhnen – und allem, was rund um die Behinderung von Sohn 02 dazugehört – nicht „einfach ein bisschen anstrengend“. Sie können nervenaufreibend sein. Zermürbend. Und diesmal war es leichter. Entspannter. Mehr Urlaub, weniger Überleben.
  • Und dann: Ich habe mir einen Lesesessel schenken lassen. Ein Satz, der sich fast zu luxuriös anfühlt. Aber ich liebe dieses Ding. Ich sitze da drin. Ich lese. Ich döse. Ich atme durch. Es ist so ein kleiner Schritt Richtung Privatbibliothek. Und gleichzeitig ein ganz praktischer Schritt Richtung gutes Leben. Ein Platz, der sagt: Du darfst sein. Nicht nur funktionieren.

Meine Fails des Jahres

Ich habe in diesem Jahr versucht, wieder als Lehrbeauftragter zu starten. Und ich musste einsehen: Das war kräftemäßig einfach nicht drin.

Das tut weh. Weil ich das so gerne mache. Weil Lehren wirklich eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. Weil ich mich da lebendig fühle. Weil ich da in meinem Element bin. Und trotzdem war die Wahrheit: Ich konnte nicht. Nicht gut. Nicht gesund. Nicht so, wie es nötig wäre. Ich musste loslassen.

Als Lehrbeauftragter an der Ev. Hochschule TABOR - Heiko Metz
Vor der Ev. Hochschule TABOR – einem meiner Lehrbeauftragten-Orte. Hier hab ich auch studiert und gehöre seitdem zur „Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR„.
Tabor bleibt also mein zu Hause, auch ohne Lehrauftrag.

Vielleicht ist das der Fail.
Vielleicht ist es aber auch ein Schritt Richtung Wahrheit.
Im Moment fühlt es sich noch eher nach Verlust an. Aber ich will lernen, das nicht nur als Scheitern zu erzählen. Sondern als Grenze. Als Schutz. Als ein ehrliches „Noch nicht. Vielleicht später. Und wenn nicht, dann trotzdem okay.“

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Ich bin dankbar für meine Familie. Wirklich. Wir tragen uns gegenseitig. Wir lieben, lachen, weinen – alles miteinander. Und irgendwie formen wir uns gegenseitig zu dem, was wir sind. Trotz allem Mist, den uns das Leben manchmal auf den Tisch knallt, leben wir hier ein Leben, das ich… ja, ich finde es ehrlich gesagt ziemlich schön. Nicht leicht. Aber schön. Und echt.

Ich bin dankbar für meinen Verlag. Allein, dass ich diesen Satz schreiben kann, ist absurd und großartig. Danke für das Vertrauen. Für den Support. Dafür, dass sie mein Buch veröffentlicht haben und meine Gedanken mittragen in die Welt. Und ganz besonders dafür, dass sie weiter mit mir arbeiten wollen – obwohl sie mein erstes Buch jetzt kennen. Das ist nicht selbstverständlich.

Dankbar sein dürfen ist ein weiterer Grund dankbar zu sein.

Ich bin dankbar für mein Gehirn. Dass es sich wieder berappelt hat. Dass Konzentration wieder möglich ist. Dass Denken wieder geht. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man daran zweifelt, ob das jemals wiederkommt. Und deshalb ist es für mich kein „nice to have“, sondern ein Geschenk.

Ich bin dankbar für Freunde. Für Schwiegereltern. Für Menschen, die helfen, mittragen, möglich machen. Und für Gott – auf eine Weise, die ich nicht immer erklären kann, aber doch immer wieder spüre: Wir sind nicht allein in dieser Geschichte.

Und ich bin dankbar für dich, der du das hier liest. Wirklich. Dass du Anteil nimmst. Dass du mitgehst. Dass du diesen Text überhaupt bis hierher gelesen hast. Das bedeutet mehr, als ich oft sagen kann.

Mein 2025 in Zahlen

  • 186 schöne Menschen bekommen meinen Newsletter
  • Ich habe zwei tolle Lego-Star-Wars-Sets gebaut (mit Sohn 01 zusammen).
  • Bei Insta folgen mir etwas über 1550 nicht minder schöne Menschen
  • Ich habe 19,75 Bücher gelesen. Ich liebe Lesen und freue mich, dass es wieder mehr Bücher werden …
  • Ich habe 1 Buch veröffentlicht (hatte ich das schon erwähnt? Ich glaube nicht.) und eine Lesung mit diesem Buch gestaltet
  • Im Durchschnitt bin 8262 Schritte pro Tag gelaufen
  • In meiner Privatbibliothek, die ich mir gerade anlege, sind bislang schon über 1300 Bücher eingetragen – still counting
  • Deutlich weniger Arztbesuche: Knapp 25 (statt über 80 im letzten Jahr)

Mein Ausblick auf 2026

2026 hat viel vor. Und ich auch.
Trotzdem darfs etwas weniger Achterbahn werden. Ein paar Kilometer Bummelbahn wären auch mal schick.

Was ich 2026 anders (besser) mache

2026 will ich ein paar Dinge bewusster tun. Nicht als Selbstoptimierungsprogramm. Eher als ein freundliches Nachjustieren. Damit das Leben tragfähig bleibt. Und weitergehen kann.

  • Ich will endlich echte Onlineangebote erstellen. Ich bekomme so viele Fragen von Menschen. So viele ehrliche Nachrichten. So viel „Kannst du mir helfen?“ – und ich merke: Da ist Bedarf. Da ist Sehnsucht. Und da ist auch etwas, das ich geben kann. Nicht als fertige Lösung. Aber als Begleitung. Als Handreichung. Als kleine Wege zu mehr Ruhe, mehr Klarheit, mehr Heimat mitten im Alltag.
  • Ich will außerdem mehr Fokus auf Ernährung und Bewegung legen. Nicht, weil ich „müsste“. Sondern weil ich merke, wie gut es mir tut. Körper und Geist sind nach einem Burnout keine getrennten Baustellen. Alles hängt zusammen. Und ich will meinen Körper ernster nehmen. Freundlicher behandeln. Regelmäßiger versorgen.
  • Und ich will lernen, meine schwankenden Energielevel und die schneller erreichten Grenzen nicht nur zu akzeptieren, sondern wirklich anzunehmen. Denn es hilft nichts, dagegen anzurennen. Es macht nur müde. 2026 soll ein Jahr werden, in dem ich weniger gegen mich arbeite – und mehr mit mir. Zufriedener. Ehrlicher. Und trotzdem in Bewegung.

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

2026 wird ein Jahr, in dem sich vieles konkretisiert (hoffe ich). Und wenn du Lust hast, begleite ich dich ein Stück.

  • Im Februar erscheint mein nächstes Buch: „Einfach mal durchatmen. Geistliche Pausen für dein Leben.“
    Du kannst es jetzt schon vorbestellen. Du kannst es lesen und rezensieren. Und wenn du dir vorstellen kannst, dass so ein Abend auch in deiner Gemeinde gut tun würde: Du kannst mich gern für eine Lesung einladen. Ich liebe diese Begegnungen. Weil Worte dort plötzlich mehr werden als Text. Weil da Raum entsteht.
  • Außerdem möchte ich geistliche Begleitung anbieten. Das ist kein „Programm“ und kein Coaching zum Besserwerden. Es ist eher ein aufmerksames Gehen zu zweit: Du bringst dein Leben mit, deine Fragen, deine Sehnsucht, deine Müdigkeit, deinen Glauben (oder deine Unsicherheit). Und wir schauen gemeinsam hin. Wir suchen Spuren. Wir sortieren. Wir üben kleine Schritte, die im Alltag wirklich funktionieren. Damit du nicht nur irgendwie durchkommst, sondern wieder mehr Heimat in deinem Leben findest.

Und ja: Es ist noch mehr geplant.
Wenn du nichts verpassen willst, ist mein Newsletter der beste Ort dafür. Da teile ich, was entsteht – und wann du einsteigen kannst.

Meine Ziele für 2026

  • Ich werde ein Buch veröffentlichen und auf eine kleine Lesereise gehen. Allein dieser Satz fühlt sich immer noch ein bisschen surreal an. Aber genau so soll es sein: raus aus dem Kopf, rein ins Leben. Begegnungen. Orte. Menschen. Gespräche.
  • Ich bleibe außerdem voll dran an meiner Ausbildung zum geistlichen Begleiter. Nicht als „Zusatzqualifikation“, sondern weil ich spüre: Das ist wirklich meine Spur. Ein Handwerk. Eine Haltung. Ein Weg.
  • Und ja: Ich will zwei weitere Bücher schreiben. Die sind schon in Planung. Eins zum Thema Burnout. Und eins über das Dasein als pflegende Eltern. Weil es so viele Geschichten gibt, die kaum Raum bekommen – und weil ich glaube, dass Worte hier nicht nur beschreiben, sondern tragen können.
  • Nebenbei trage ich noch eine Idee im Herzen: ein kalenderartiges Buch mit meinen #Goldworten. Ein Buch zum Aufschlagen. Zum Hängenbleiben. Für den Kühlschrank, den Schreibtisch, den Morgenkaffee. Ich glaube, das könnte richtig schön werden – und sehr „alltagstauglich heilig“. Wenn du dazu spontan Lust oder Gedanken hast: Schreib mir das gern.
  • Ein weiteres großes Ziel: Ich möchte fünf Mini-Online-Kurse veröffentlichen. Genau zu den Themen, zu denen mir immer wieder Menschen schreiben und Begleitung anfragen. Praktisch. Niederschwellig. Und trotzdem tief. Wenn du Themenwünsche hast: immer her damit.
  • Und über allem steht ein Ziel, das nicht nach Leistung klingt, aber eigentlich das Wichtigste ist: einen guten Weg finden, das zu tun, was mir Freude macht und mich voranbringt – ohne mich dabei zu überfordern. Damit dieses ewige Abwägen weniger wird. Und stattdessen etwas entsteht, das „automatischer“ läuft. Gesünder. Passender. Nachhaltiger.
  • Mein Motto für 2026 lautet: Mehr ich wagen.

Und bei dir?

Wie war dein Jahr 2025?
Wann und wo treffen wir uns in 2026?
Was könnten wir gemeinsam an Schönem, Lustigen und Hilfreichem aushecken?

Das war spannend? Dann lies mal DAS hier:

Bilder: Pixabay, Canva, Privat.

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