Hast du manchmal das Gefühl, dass alles zu viel wird?
Termine, To-dos, Erwartungen – und du selbst bleibst irgendwo dazwischen auf der Strecke?
Dann lies unbedingt in meine Serie „Ruheinseln im Alltag“ hinein.
Sie ist genau für solche Momente geschrieben: kleine Atempausen, die dich erden, inspirieren und zurück ins Leben holen. Keine langen Theorien, sondern Impulse, die du sofort ausprobieren kannst.
In 2025 durfte ich dazu eine monatliche Serie für das Online-Magazin MINDO schreiben. Jeder einzelne Artikel möchte eine neue Tür öffnen – und zusammen ergeben sie einen Weg zu mehr Achtsamkeit, Spiritualität und Entschleunigung.
Dieser Überblick fasst die (bisherigen) Beiträge für dich zusammen. Klick dich rein, probiere gerne die Praxisideen aus – und vielleicht findest du ja die ein oder andere Ruheinsel mitten in deinem Alltag. Lass in den Kommentaren gerne hören, welche Ruheinseln du entdeckt hast.
Warum wir Ruheinseln brauchen
Unser Alltag ist schnell, laut und oft bis obenhin vollgepackt. Pausen wirken da wie ein Luxus, den wir uns erst „verdienen“ müssten. Doch die Wahrheit ist: Ohne Pausen verlernen wir, wirklich zu leben. Ruheinseln sind keine Flucht vor der Welt, sondern Räume, in denen wir neue Kraft finden. Sie sind Momente, die unser Nervensystem beruhigen, unseren Atem verlangsamen und unser Herz wieder spüren lassen.
Gerade in stressigen Zeiten brauchen wir solche Orte, damit wir nicht ausbrennen. Ruheinseln helfen, innerlich zu sortieren, Abstand zu gewinnen und wieder zu uns selbst zu finden. Sie erinnern uns daran, dass wir mehr sind als unsere To-do-Listen.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Lege heute dein Handy für fünf Minuten beiseite. Atme tief durch und spüre: Ich bin da.
Die Kunst, im Chaos innezuhalten
Viele warten auf den perfekten Moment: Ruhe, Ordnung, alles an seinem Platz. Doch das Leben hält selten still. Gerade im Chaos zeigt sich, ob wir gelernt haben, innerlich stehenzubleiben. Eine Ruheinsel entsteht nicht erst, wenn es leise wird, sondern genau da, wo es dröhnt. Das Chaos wird nicht kleiner, aber wir werden weiter.
Wer im Chaos innehält, spürt: Ich muss nicht alles kontrollieren. Ein Atemzug kann genügen, um die Perspektive zu wechseln. Eine Pause mitten im Durcheinander verändert die Haltung – und damit auch den Blick auf das, was gerade geschieht.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Wenn es laut wird, frage dich: Was sehe ich? Was höre ich? Was spüre ich gerade?
Mini-Retreats – deine Insel im Alltag
Wir müssen nicht ins Kloster fahren, um uns neu zu sammeln. Schon ein paar Stunden reichen, um wie nach einer Reise zurückzukommen. Diese kleinen Auszeiten – Mini-Retreats – sind wie Tankstellen für die Seele. Ein Spaziergang ohne Handy, ein Vormittag im Café mit einem guten Buch, eine bewusste Pause im Park: All das sind kleine Inseln, die uns neu ausrichten.
Mini-Retreats helfen, Abstand zum Alltag zu gewinnen, Gedanken zu sortieren und wieder in Berührung zu kommen – mit uns selbst, mit anderen, mit Gott. Sie müssen nicht kompliziert geplant werden, sondern leben gerade von ihrer Schlichtheit.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Plane dir diese Woche zwei Stunden nur für dich – ohne Handy, ohne To-do-Liste.
Manchmal reicht ein Augenblick,
um den Strom zu unterbrechen.
Ein Atemzug,
der uns zurückholt
aus Terminen, Sorgen, Plänen.
Manchmal braucht es nicht mehr
als ein stilles „Ja“ zum Leben.
Ein Amen mitten im Chaos.
Und die Insel ist da.
Achtsam – zwischen Atemzug und Amen
Achtsamkeit bedeutet: bewusst im Augenblick leben. Nicht in Gedanken an gestern hängen, nicht schon morgen planen – sondern spüren, dass jetzt das Leben stattfindet. In der Serie „Ruheinseln“ geht es hier um das Zusammenspiel von Achtsamkeit und Spiritualität. Denn jeder Atemzug kann ein Gebet sein, jedes Amen ein tiefes Einverstanden-Sein mit dem, was ist.
Wer achtsam lebt, entdeckt Gottes Spuren mitten im Alltag: in einem Schluck Wasser, im Rhythmus des Atems, in einem Wort, das hängenbleibt. Ruheinseln sind dann keine Flucht, sondern bewusste Einladungen, das Leben heilig werden zu lassen.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Atme drei Mal tief ein und aus. Beim Einatmen sage innerlich: „Du bist da.“ Beim Ausatmen: „Und ich bin da.“ Ein kleiner Dialog mit Gott im Rhythmus deines Lebens.
Wenn Blätter flüstern und Vögel beten
Ein guter Ort, zur Ruhe zu kommen, ist für viele die Natur. Nicht, weil dort plötzlich alle Probleme verschwinden. Sondern weil etwas in uns automatisch langsamer wird, sobald wir zwischen Bäumen stehen, Wasser sehen oder einfach nur Vögel hören. Die Schöpfung ist wie eine stille Kathedrale: unaufdringlich, weit, freundlich. Und manchmal reicht schon ein paar Minuten draußen, um wieder bei sich anzukommen.
Wer genau hinhört, merkt: In der Natur wird das Innere leiser. Der Atem tiefer. Der Puls ruhiger. Und plötzlich ist da wieder Raum – für Dankbarkeit, für Gott, für das, was im Alltag sonst untergeht.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Gönn dir eine Mini-Auszeit im Grünen. Zehn Minuten reichen. Setz dich auf eine Bank oder stell dich unter einen Baum. Augen zu. Lauschen. Wind in den Blättern. Vogelstimmen. Und dann nur ein kurzer Satz: „Danke.“ Mehr musst du nicht.
Novemberblues und heilsame Stille
Der November drückt vielen aufs Gemüt. Graue Tage. Lange Nächte. Wenig Farbe. Viel Müdigkeit. Und doch liegt in dieser dunklen Zeit eine stille Einladung: nicht dagegen anzukämpfen – sondern langsamer zu werden. Nach innen zu hören. Einkehr zuzulassen. Der November ist im Kirchenjahr nicht umsonst ein Monat des Erinnerns und Loslassens. Nicht alles muss hell sein, um heilsam zu sein.
Gerade dann, wenn es draußen dunkler wird, kann es innen stiller werden. Und manchmal ist genau dort ein Raum, in dem Gott näher ist, als wir denken.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Plane in dieser Woche einen November-Abend ohne Ablenkung. Mach dir einen Tee oder eine heiße Milch mit Honig. Zünde eine Kerze an. Setz dich zehn Minuten ans Fenster oder aufs Sofa. Schau in die Dunkelheit – und nimm das Licht drinnen wahr. Sag Gott (oder dir selbst) ehrlich, wie es dir geht. Und dann: einfach still bleiben. Nur sein.
Zwischen Listen und Lichterketten: Ankommen im Advent
Der November ist nicht nur grau. Er ist auch ehrlich. Wenn das Licht schwindet, wird vieles leiser – draußen und drinnen. Und genau darin liegt eine Chance: nicht alles wegdrücken zu müssen. Nicht sofort wieder „funktionieren“ zu müssen. Der November darf eine Einladung sein, langsamer zu werden. Einkehr zuzulassen. Loslassen zu üben.
Im Kirchenjahr ist diese Zeit nicht umsonst eine Zeit des Gedenkens. Eine Zeit, in der nicht das Feiern im Vordergrund steht, sondern das Wahrnehmen. Und mitten in dieser Dunkelheit gilt: Gott ist auch hier. Gerade hier.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Mach dir an einem trüben Abend eine Tasse Tee oder heiße Milch mit Honig. Zünde eine Kerze an (vielleicht immer dieselbe – als dein „Novemberlicht“). Setz dich zehn Minuten ans Fenster oder aufs Sofa. Schau in die Dunkelheit – und nimm das Licht drinnen wahr. Wenn du magst, bete leise: „Gott, sei du mein Licht in dunkler Zeit.“ Dann bleib einfach still. Ohne etwas zu müssen. Nur sein.
Der Sonntag ist mehr als das Ende der Woche. Er kann eine Ruheinsel sein. Ein Tag, der nicht zum Leisten gemacht ist, sondern zum Sein. Ein Tag, an dem die Seele nachkommen darf. Im Judentum heißt es: Der Sabbat ist ein „Vorgeschmack auf den Himmel“. Ein Tag der Freude. Ein Tag, der uns daran erinnert: Du bist mehr als deine To-do-Liste.
Und ja – natürlich ist es eine Herausforderung, den Sonntag wirklich freizuhalten. Termine drängen sich rein. Pflichten auch. Aber schon kleine Schritte können viel verändern. Vielleicht beginnt es damit, einen halben Sonntag zu schützen. Oder einen Nachmittag. Und plötzlich merkst du: Diese Pause prägt den Rest der Woche.
✨ Zum Ausprobieren für dich: Wähle einen Teil deines Sonntags und halte ihn wirklich frei. Keine Orga. Keine Pflichtaufgaben. Stattdessen: etwas, das dir guttut. Ein Spaziergang. Ein Kaffee mit Menschen, die dich aufladen. Ein Spiel. Ein Buch. Ein Mittagsschlaf. Und wenn du magst, sag dir (oder Gott) dabei leise: „Ich darf ruhen.“
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Bilder: privat, Dall-E, Canva.
Lieber Heiko,
ich stöbere grade zu Impulsen zum Thema: Was mich nährt und bin auf deine Artikel gestoßen. Ich mache mit einer Freundin z.Z. einen 6 Abende zum großen Thema:“ Was mich trägt“, für Frauen mit uns ohne Religion. „Was mich nährt“ ist ein Abend. Ich freue mich über deine schönen Impulse und möchte dir für die Anregungen, „was die Seele nährt“ danken. Gott segne dich in deiner Arbeit!
Herzliche Grüße aus der Uckermark
Cornelia
Hallo Cornelia,
das freut mich sehr, dass du auf meinem Blog fündig geworden bist!
Euch an den Abenden eine richtig gute Zeit mit allen Teilnehmerinnen und viel Segen!
Alles Liebe
Heiko